Vererbte Wunden heilen - Ein autobiografisches Schreibseminar für Kriegsenkel

 

 

 

 

 

 

 


Dieses Seminar richtet sich an alle, die sich schreibend auf die Spuren der eigenen Vergangenheit im Kontext der Familiengeschichte begeben möchten, v. a. aber an die Kriegsenkel, die Generation der heute 40- bis 60-Jährigen, deren Eltern die letzten Jahre des Nationalsozialismus, des Krieges und den Wiederaufbau als Kind erlebt haben.

Diese Kriegskinder konnten die traumatischen Erlebnisse kaum oder gar nicht verarbeiten. Forschungen zum Thema "Transgenerationale Weitergabe von Traumata" belegen, dass sich unverarbeitetes Leid unbewusst auf die folgenden Generationen auswirken kann. Die Kriegsenkel erlebten und erleben prägende Defizite wie fehlendes Urvertrauen, Mangel an Geborgenheit, emotionale Unzugänglichkeit, Bindungs-
und Identitätsstörungen sowie Gefühle der Heimatlosigkeit.

Zentrales Anliegen des Kurses ist, sich selbst und die eigene Familie im zeitgeschichtlichen Zusammenhang schreibend zu erkunden und besser verstehen zu lernen. Auf diese Weise kann ein größerer Frieden mit dem, was war und was ist, entstehen.

Elemente des Kurses:
Schreibarbeit sowie Achtsamkeitspraxis nach Prof. Kabat-Zinn.

Hierbei können wir in der Stille und der Präsenz des Augenblicks unseren Erfahrungen und Empfindungen wertfrei, freundlich und mitfühlend begegnen.

 

Beginn:  Sonntag, 12.05.2019, 18 Uhr
Ende:     Mittwoch, 15.05.2019, 15 Uhr
4 Tage, 3 Übernachtungen
Kursleitung: Dr. Henrik Jäger und Sabine Krein-Jäger
Anmeldung über den Benediktushof in Würzburg